TS104.217F-BZPolitik, Gesellschaft, Umwelt (1.04)vhs Tempelhof-Schöneberg
Das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft verstehen und erleben - Seminar mit Besuch von Betrieben in und um Berlin (Bildungszeit - zukunftsfähig)
Bildungszeit (optional)
Der Kurs
- Leitung
- Dr. Judith Henze
- Zeitraum
- 2027-06-14 – 2027-06-16
- Uhrzeit
- 09:00–14:00 Uhr
- Wochentage
-
MontagDienstagMittwochDonnerstag: kein TerminFreitag: kein TerminSamstag: kein TerminSonntag: kein Termin
- Preis
- 93,82 €
- Plätze
- 12 von 12 Plätzen frei, noch 7 Anmeldungen bis zur Mindestzahl von 7
- Bildungszeit
- Als Bildungszeit anerkannt
Beschreibung
Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) als eine Form der Solidarökonomie ist eines der sichtbarsten Gegenmodelle zur globalisierten Lebensmittelwirtschaft: Mitglieder tragen die Kosten eines Hofes gemeinsam und teilen sich die Ernte - unabhängig vom Marktpreis. In und um Berlin ist in den letzten Jahren eines der dichtesten SoLaWi-Netzwerke Deutschlands entstanden, von kleinen ehrenamtlichen Vereinen bis hin zu professionell geführten Betrieben mit mehreren hundert Mitgliedern. In dieser Bildungszeit besuchen wir sehr unterschiedliche SoLaWis: einen jungen SoLaWi-Verein am Stadtrand, entstanden 2020 aus einem Uni-Projekt der TU Berlin; eine urbane SoLaWi mit Lehrgarten und einen professionell geführten Gemüsebaubetrieb mit mehreren hundert Mitgliedern. Zwischen den Besuchen vergleichen wir die drei Modelle: Wie funktioniert das Ernteteilen wirtschaftlich? Welchen Mehrwert haben SoLaWis für Umwelt, Nachbarschaft und Gesellschaft? Wer bekommt Zugang - und wer nicht? Der Kurs findet zu großen Teilen im Freien statt. Wir besuchen die Betriebe, sprechen mit Landwirt_innen, Gärtner_innen und Vereinsmitgliedern, packen bei einer kleinen Tätigkeit mit an und probieren Hofprodukte direkt vor Ort. Theorieblöcke am Anfang des Tages ordnen den praktischen Teil ein - zur Geschichte der SoLaWi-Bewegung, zu Wirtschaftsmodellen und zur Landpolitik. Durch die Referent_innen vor Ort bekommen wir ein ehrliches Bild: Wir erkennen die Stärken, aber auch die Grenzen der Modelle. Im Seminar werden folgende Lernziele und BNE-Kompetenzen adressiert: Die Teilnehmenden verstehen Prinzip, Geschichte und Varianten der Solidarischen Landwirtschaft (von Teikei in Japan über CSA bis zur deutschen SoLaWi-Bewegung) und grenzen sie von Bio-Kiste und Hofladen ab kennen drei Organisationsmodelle - ehrenamtlicher Verein, urbaner Lehrgarten in gemeinnütziger Trägerschaft, professionell geführter Betrieb - und können sie anhand eines Rasters vergleichen können erklären, wie sich SoLaWi über Ernteanteile statt über Marktpreise finanziert und wer dabei welches Risiko trägt erleben unterschiedliche Anbauformen und können sie hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Boden, Vielfalt und Ressourcen einordnen ordnen politische und strukturelle Rahmenbedingungen ein: Zugang zu Land, Pacht und Bodenmarkt, Förderung bewerten SoLaWis nach ökologischem, sozialem und wirtschaftlichem Mehrwert und benennen Stärken und Grenzen kritisch (Zugänglichkeit, Arbeitsbelastung, Mitgliederbindung) Programmänderungen (insbesondere bezüglich der Hofbesuche) bleiben vorbehalten. Kursleiterin: Dr. Judith Henze ist Beraterin für die Transformation von Lebensmittelsystemen (foodfortomorrow.info) und spezialisiert auf Agrarökologie, nachhaltige Ernährung (Planetary Diet), regenerative Landwirtschaft, sowie langfristige Verhaltensänderungen. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Durchführung von Workshops, Schulungen und Bildungsprogrammen für ein internationales und diverses Publikum.
Zusatzinformation
Dieser Kurs gilt gemäß § 10 Abs. 6 des Berliner Bildungszeitgesetzes - BiZeitG (GVBl. vom 05.07.2021 S. 849) als Bildungsveranstaltung im Sinne der politischen Weiterbildung anerkannt. Diese Anerkennung gilt nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemäß § 1 Abs. 1 des oben genannten Gesetzes, die bei einem Arbeitgeber im Bundesland Berlin beschäftigt sind. Neben der Anerkennung als Bildungszeit im Land Berlin liegt auch eine Anerkennung für diese Bundesländer vor: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Saarland. Folgende zusätzliche Kosten fallen an: ca. 7-12 Euro pro Tag für Führungen; Kosten für gemeinsames Mittagessen an den Exkursionsorten; Fahrtkosten für den ÖPNV (Berlin ABC). Es ist keine Unterkunft enthalten. Bitte beachten Sie auch unsere AGB, die Sie hier herunterladen können: Download AGB (auf der Webseite bitte nach unten scrollen). Schlagworte: nachhaltig, Nachhaltigkeit, BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung