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FK5.268Arbeit, Beruf, EDV (5.02)vhs Friedrichshain-Kreuzberg

Künstliche Intelligenz und Kapitalismus - am Abend

Eine politisch-ökonomische Untersuchung

Der Kurs

Leitung
Rene Jensen · alle Kurse dieser Leitung
Zeitraum
2027-04-12 – 2027-06-14 · 8 Termine
Uhrzeit
17:30–19:45 Uhr
Wochentage
Montag
Dienstag: kein Termin
Mittwoch: kein Termin
Donnerstag: kein Termin
Freitag: kein Termin
Samstag: kein Termin
Sonntag: kein Termin
Preis
33,60 € ermäßigt 19,20 €
Plätze
11 von 12 Plätzen frei, noch 4 Anmeldungen bis zur Mindestzahl von 5 1 von 12 belegt; noch 4 Anmeldungen bis zur Mindestzahl von 5
Bildungszeit
Als Bildungszeit anerkannt (früher Bildungsurlaub) Was ist Bildungszeit? · verbindlich ist die Angabe der vhs

Beschreibung

In diesem Kurs untersuchen wir Künstliche Intelligenz aus politisch-ökonomischer Perspektive. Anhand zentraler Texte aus Marxscher Theorie, Plattform- und Arbeitssoziologie sowie aktueller Kapitalismuskritik erarbeiten wir gemeinsam, wie sich KI und Kapitalismus wechselseitig bedingen. Der Kurs arbeitet überwiegend mit deutschsprachigen Texten oder deutschen Übersetzungen; englische Originaltexte werden dort herangezogen, wo keine adäquate Übersetzung vorliegt, und in den zentralen Passagen im Kurs gemeinsam erschlossen. Im Mittelpunkt jeder Sitzung stehen das Verständnis des Textes, die Rekonstruktion seiner zentralen Thesen und der Vergleich mit den Positionen, die wir zuvor kennengelernt haben. Die Leitfragen des Kurses sind: Schafft Automatisierung Wert, oder verschiebt sie nur, wo Wert abgeschöpft wird? Was bedeutet es, wenn menschliches Verhalten selbst zum Rohstoff wird? Wer trägt die unsichtbare Arbeit, die KI-Systeme trainiert und am Laufen hält? Führt Automatisierung zu einer Welt ohne Arbeit - oder nur zu einer Welt mit schlechterer Arbeit? Und hat sich das Wirtschaftssystem, in dem wir leben, durch KI und Plattformen bereits so weit verändert, dass „Kapitalismus” nicht mehr die richtige Bezeichnung dafür ist? Lernziele: Inhaltlich lernen die Teilnehmenden die zentralen Positionen der politischen Ökonomie zur Frage nach Künstlicher Intelligenz kennen. Am Ende des Kurses verfügen die Teilnehmenden über ein begriffliches Instrumentarium, mit dem sie eigenständig beurteilen können, was Behauptungen über die wirtschaftlichen Folgen von KI tatsächlich voraussetzen und was sie offenlassen. Diese Fähigkeiten sind zudem unmittelbar berufsrelevant: wirtschaftliche und technologische Entwicklungen einordnen zu können, ihre Voraussetzungen offenzulegen und ihre Folgen für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen abzuschätzen, ist Handwerkszeug, das in Betriebsräten, Verwaltung, Bildungsarbeit und politischer Meinungsbildung gleichermaßen gebraucht wird. Format: Jede Sitzung ist einem thematischen Block gewidmet. Die Teilnehmenden lesen die Texte im Voraus und bringen eigene Fragen und Positionen mit. Der Kursleiter erläutert zu Beginn jeder Sitzung den Text und moderiert anschließend die Diskussion. Vorkenntnisse in Ökonomie oder Philosophie sind nicht erforderlich. Kurssprache: Der Kurs findet auf Deutsch statt. Die Textgrundlagen liegen überwiegend in deutscher Sprache oder Übersetzung vor. Für die wenigen Passagen, die nur im englischen Original verfügbar sind, stellt der Kursleiter deutsche Übersetzungen der zentralen Stellen bereit, sodass die gemeinsame Diskussion durchgehend auf Deutsch geführt werden kann. Inhalte sind: - Marx’ Überlegungen zu Maschinerie und Wertschöpfung, - die gegensätzlichen Antworten von Acemoglu/Johnson und Bastani auf die Frage, wem technologischer Fortschritt zugutekommt, - die kulturindustrielle Kritik an der Freizeit im Zeitalter algorithmischer Aufmerksamkeitsökonomie, - Zuboffs Konzept des Überwachungskapitalismus, - die verdeckte Arbeit hinter scheinbar automatisierten Systemen sowie - die Debatte um Automatisierung und die Zukunft der Arbeit. Zielgruppe: Der Kurs richtet sich an alle, die KI nicht nur nutzen oder sich vor ihr fürchten, sondern verstehen wollen. Philosophische oder technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Willkommen sind Neugierige, Skeptiker*innen und alle, die der Überzeugung sind, dass eine derart transformative Technologie eine sorgfältige, begriffliche und politisch-ökonomische Reflexion verdient. Zum Kursleiter: René Jensen hat einen Masterabschluss in Philosophie von der Universität Kopenhagen mit Schwerpunkt Bewusstseinsphilosophie und Künstliche Intelligenz. Seine Abschlussarbeit befasst sich mit der Frage, ob tiefe neuronale Netze die Systematizität des Denkens erklären können, ein zentrales Problem in der Philosophie der KI. Er arbeitet heute im Technologiebereich und veröffentlicht zu philosophischen

Zusatzinformation

Informationen zur Kursanmeldung: www.vhs-fk.de, info@vhs-fk.de

Zur Anmeldung bei der vhs →

Anmeldung/Beratung: 90298-4600 · vhs@ba-fk.berlin.de

Zuletzt aus der offiziellen Quelle aktualisiert: 2026-11-06 10:17

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