Zum Inhalt springen
Kurssuche
8594 Kurse

SZ112-034Politik, Gesellschaft, Umwelt (1.02)vhs Steglitz-Zehlendorf

Bildungszeit: Gedenken durch Verschwinden? Berliner Denkmäler und die Kunst im öffentlichen Raum des 21. Jahrhunderts

Bildungswoche zu Erinnerungskultur im Berliner Stadtdraum

Der Kurs

Leitung
Fritz von Klinggräff · alle Kurse dieser Leitung
Zeitraum
2027-06-07 – 2027-06-11 · 5 Termine
Uhrzeit
10:00–17:00 Uhr
Wochentage
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag: kein Termin
Sonntag: kein Termin
Preis
162,75 € ermäßigt 86,75 €
Plätze
12 von 12 Plätzen frei, noch 8 Anmeldungen bis zur Mindestzahl von 8 0 von 12 belegt; noch 8 Anmeldungen bis zur Mindestzahl von 8
Bildungszeit
Als Bildungszeit anerkannt (früher Bildungsurlaub) Was ist Bildungszeit? · verbindlich ist die Angabe der vhs

Beschreibung

Noch bis weit ins 20. Jahrhundert setzte die Erinnerungskultur auf Gestalt und Expression. Doch das Spektrum der künstlerischen Methoden hat sich seitdem erweitert. Kunst im öffentlichen Raum setzt heute auf subtile Eingriffe und Denkaufgaben, auf Partizipation und soziales Engagement. In Exkursionen und Expert:innengesprächen im Berliner Stadtraum wollen wir dafür einen wachen und neugierigen Blick entwickeln. Berlin ist dafür nämlich ein wunderbarer Fundort: Vorreiter waren in den 1990er Jahren u.a. Norbert Rademachers "Stücke für Städte" oder auch Micha Ullmanns unterirdisches "Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung". Seither drängt sich Kunst im Stadtraum immer seltener monumental auf, sondern zeigt oft lieber durch Verbergen: Der 2017 neu gepflanzte "Kiefernhain" in Moabit, am einstigen Verladebahnhof Richtung Auschwitz, ist hier ein Beispiel. Erinnerung also will heute weniger angeschaut als erlaufen und entdeckt werden. Auf gemeinsamen Spaziergängen durch die öffentliche Kunst der letzten dreißig Jahre wollen wir dem wortwörtlich nachgehen. Welche gesellschaftlich relevanten Fragen treffen heute auf welche künstlerischen Lösungen? Wohin führen uns Denkmäler im öffentlichen Raum, die sich der Erinnerungspolitik zu entziehen scheinen? Unsere Exkursionen zu Berlins modernsten Kunstwerken wollen wir durch Expert:innegespräche ergänzen: zum Beispiel mit Denkmalpflegern, mit der Kommission, die für die Auftragsvergabe verantwortlich ist, mit dem Berliner Bund Bildender Künstler und mit Atelierbesuchen von Künstler:innen, die im öffentlichen Raum arbeiten. Gleichzeitig soll es viel Zeit zum gemeinsamen Diskutieren und Nachdenken geben. Ziel ist, unseren Blick so für den öffentlichen Raum zu schärfen und aktuelle Formen seiner politischen Gestaltung zu verstehen und zu hinterfragen. Die Bildungszeit richtet sich also an Teilnehmer:innen, die sprachliche und sinnliche Mitteln suchen, um auf den eigenen Lebensraum künftig mit geschärfter Neugier zuzugehen. Die beiden Kursleitenden kooperieren in dieser Frage. Die Künstlerin Katharina Hohmann war die vergangenen zwanzig Jahre Leiterin des Fachbereichs für Kunst im öffentlichen Raum an der Genfer Kunsthochschule. Fritz von Klinggräff ist Historiker und Autor von Büchern über Erinnerung und Erinnerungspolitik. Dieser Kurs gilt gemäß § 10 Abs. 6 des Berliner Bildungszeitgesetzes - BiZeitG (GVBl. vom 05.07.2021 S. 849) als Bildungsveranstaltung im Sinne der politischen Weiterbildung anerkannt. Diese Anerkennung gilt nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemäß § 1 Abs. 1 des oben genannten Gesetzes, die bei einem Arbeitgeber im Bundesland Berlin angestellt sind. Eine Bescheinigung ist erhältlich über service@vhssz.de. Die Veranstaltung steht auch Interessierten offen, die den Kurs nicht als Bildungszeit belegen möchten oder können.

Zusatzinformation

Bitte beachten Sie, dass für die Exkursionen mit öffentlichen Verkehrsmitteln weitere Kosten anfallen können.

Zur Anmeldung bei der vhs →

Anmeldung/Beratung: (030) 90299 6156 · vhs-service@ba-sz.berlin.de

Zuletzt aus der offiziellen Quelle aktualisiert: 2026-11-04 06:17

Benachrichtigt werden

Der Kurs ist ausgebucht oder vorbei? Wir sagen Bescheid, wenn er wiederkommt.

Ähnliche Kurse